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10 Dinge, die ich hinzugewonnen habe, seit ich ein Kind habe

Disclaimer: hier wird es emotional!

10 Dinge, die ich hinzugewonnen habe, seit ich ein Kind habe:

 Ein Mini-me, das aussieht wie ich, meine Redewendungen nutzt, tanzt wie ich, lacht wie ich, mir einfach sehr ähnlich ist.Ein unfassbar lustiges Kind. Sie hat Humor und macht richtige Witze. Das ist so süß! sie sagt z.B. ganz erschrocken: "Da is sie, die Spinne!" Ich: "Wo?" Sie (lacht): "weg!" Herzschmelz.Kuscheleinheiten. Jeden Tag. Lang und ausgiebig. L. ist eine richtige Kuschlerin.Achtsamkeit für die kleinen Dinge. Einem Käfer auf dem Grashalm zusehen, Spatzen beim Baden beobachten, in Pfützen hüpfen oder die Fühler der Weinbergschnecke genau analysieren. Das verlangsamt und erdet mich. Das finde ich schön.Lachen über Nonsens. Z.B. über Wörter wie "Ringelpiez!" oder "chill halt mal!" Ich liebe dieses glucksende, kleine Lachen von L.Toben, Kullern, Kitzeln, Jagen, einfach spielen wie die Kinder. Das macht so Spaß! Wenn man aufhört…
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10 Dinge, die ich vermisse, seit ich ein Kind habe

Der Mimimi-post des Tages, sponsored by yours truly

Oftmals denkt man als junges Elternteil an die gute, alte Zeit zurück. Daran, wie es war, bevor man Elter wurde. Meine Top 10 Dinge, die ich vermisse, gibt es jetzt hier als kompakte Liste (nicht unbedingt vollständig und nicht nach Relevanz sortiert ;))
Tagsüber auf der Couch gammeln und fernsehen. In Jogginghose und mit Smartphone in der Hand chillen, während irgendwas auf Netflix oder im TV läuft. Ist nicht drin mit Kind, zwecks Vorbildfunktion und so. Authentizität hin oder her...Junkfood, wenn man Bock drauf hat und Softdrinks dazu. Am besten vor der Glotze. Frühlingsröllchen, Chilli-cheese Nuggets und TK-Pizza sind halt leider nicht so nahrhaft. Geschweige denn gesund. Vorbildfunktion strikes again, siehe oben.Shopping alleine. Klamotten für mich kaufen, ohne ein Kind, das den Laden "aufäumt", sich in/um Kleiderständern versteckt oder fremder Leute Umkleidekabinenvorhänge mit meinem verwechselt...UupsEssen gehen. In ei…

Damn Gurl!

Man sagt, ein Kind ist wie ein Schwamm. Es saugt alles aus seiner Umgebung auf und kann es wiedergeben. Das kann ich unterschreiben. Mein Kind scheint ein besonders saugfähiges Exemplar zu sein. Sie ist knapp 26 Monate alt und kann ihre Bücher auswendig. Alle. Sie hat gut über 50 Stück und zahlreiche Pixibücher dazu. Unter denen keinesfalls nur klassische Babyliteratur wie Moritz Moppelpo oder Leo Lausemaus (Protagonisten müssen, so scheint's, Alliterationsnamen haben), sondern auch Peter Hase oder Oh wie schön ist Panama! Eigentlich braucht sie uns als Elternteile gar nicht, um die Bücher zu "lesen", sie liest sie sich teilweise selbst vor. Ein bisschen freaky ist das ja schon... Manchmal läuft sie herum, sagen wir, auf dem Spielplatz und rezitiert eine Seite aus einem Janosch Buch - komplett, Wort für Wort. Lieder, Reime und sonstige oft wiederholte Sprüche kann sie aus dem ff. Gestern zeigte L. völlig unvermittelt, während wir ein Buch gelesen haben, auf ein Radio und…

Auf zu neuen Ufern!

Status-update: ich bin zurück in der Arbeitswelt. Also zumindest auf dem Papier und die erste Besoldung kam auch schon. Nachdem ich die letzten Tage quasi im Lazarett verbracht habe, (die Sommergrippe hatte uns alle drei fest im Griff) kann ich nun positiv in die nähere Zukunft blicken: ich wurde einer Seminar- und einer Einsatzschule zugeteilt, die beide zentral in der Innenstadt liegen, was bedeutet, dass die Anfahrt dort hin nicht mehr als 25 Minuten betragen wird. Im schlechtesten Falle, morgens, mit viel Berufsverkehr. Das ist zu verkraften. Zu meiner ersten Seminarschule  musste ich 45 Minuten Fahrtzeit Minimum einplanen, meine damalige Einsatzschule war ca. 80 Minuten entfernt, also unpendelbar. Damals musste ich eine Zweitwohnung unterhalten, schwanger, im Winter, in der Fremde. Das war keine schöne Zeit...
Puh, bin ich froh! Ich freue mich, dass auf meine familiäre Situation Rücksicht genommen wurde und hoffe, dass sich diese Gutmütigkeit auch in der Erstellung der Stundenplä…

Die Freudlosen, Hobbylosen und Hirnlosen Part II

Das Internet... unendliche Weiten. Geschützt durch die Anonymität im Internet, haben sich verschiedene Spezies entwickelt: die Blogger, die Youtuber, die Forumsbesucher, die Twitterer, die Instagrammer und eine besonders aggressive Unterart: die Keyboard-Gangster. Wer nun an Baggyhosen-tragende Pianisten denkt, ist falsch gewickelt: die Keyboard-Gangster sind Individuen, die sich im geschützten Raum des WWW so sicher fühlen, dass sie zu wahrer Höchstform auflaufen. Das Keyboard (auch Tastatur genannt) ist wie eine Tommy Gun für den Keyboard-Gangster: im Schreibmaschinen-Stakkato feuert er Phrase um Phrase, Statement um Statement ab und fühlt sich stark und überlegen, denn er kann sicher sein, dass er nicht nachverfolgt werden kann. In persönlichen Gesprächen würden viele Sätze sicherlich nie fallen, weil man sich sonst vielleicht 'ne Watschn einfangen würde.

Der Keyboard-Gangster (im Folgenden KG genannt) ist im häufigsten Falle ein frustriertes Individuum, das zum Angriff übergeh…

Die Freudlosen, Hobbylosen und Hirnlosen

Ich bemerke erstaunt, dass ich mich immer mehr zum Serdar Somuncu der Muddi-blogs entwickle. Man könnte sagen, the rage is too damn high. Es gibt so viele Sachen, die mich aufregen, ein Wunder, dass ich noch keinen Bluthochdruck habe.
Eine neue Episode aus meinem Leben hört sich an wie ein Witz: Treffen ein Arzt, ein Anwalt und eine Mutter aufeinander. Leider folgt dann kein Witz, sondern eine Episode, die vor Sinnlosigkeit trieft.
Aber von vorne. Wie erwähnt, habe ich keine normalen Nachbarn, sondern wohne in einem Haus ganz oben, in dem ansonsten nur Praxen sind. Unten ein Physio, in der Mitte ein Anwalt, oben ein Arzt. Dann ich. Die nachbarschaftlichen Beziehungen waren geprägt von freundlichem Nicken und Grüßen. Alles gut, keine Probleme. Doch eines Tages geschah etwas, das das sensible Konstrukt der Nachbarschaftsbeziehungen ins Wanken brachte. Ein Stein des Anstoßes, der das Fass derartig schnell zum Überlaufen brachte, dass es eine Springflut gab. Ein unerhörtes Ereignis, das S…

Wutbobbel hoch 2

Meine Tochter ist ein Wutbobbel. Ich sage ihr immer WUUUUUT-bobbel, wenn sich einer ihrer berüchtigten Wutanfälle ankündigt. Das hält sie natürlich nicht davon ab, aber zumindest kann sie benennen, was sie in dem Moment reitet. L. ist 2 Jahre alt und somit in der Autonomiephase. Früher allgemeinhin als Trotzphase bezeichnet, ist dieses Alter geprägt von teils heftigen Gefühlsregungen. Explosionen, gefühlt im Minutentakt, aus den nichtigsten Gründen. Kreischen, schreien, weinen, sich auf den Boden werfen, umherrollen, den Kopf auf das Parkett schlagen, sich mit der Hand selbst gegen den Kopf schlagen, volles Programm, schlimmer als in der Betty Ford Klinik. Manchmal ist es schwer, nicht laut los zu lachen, wenn der Meltdown mega lächerlich ist.

Beispiel: Im Kühlschrank steht ein Eierkarton . L: "Haben gleich, haben gleich haaaaben gleeeich!" Ich : "Nein!" Sie: "Die Eiiiieeer!" - Wutausbruch. Eier sind schon was tolles. Eierkartons erst...
Beispiel 2: Kinde…